Erfahrungsbericht Wurfzelt 2 Seconds EASY III von Quechua

Wir haben das Wurfzelt 2 Seconds EASY III von Quechua. Es ist ein drei Personen Zelt und ideal für zwei Personen mit viel Gepäck. Beim Zeltkauf war uns wichtig, dass es mit dem Aufbau schnell geht und wir genügend Platz für uns und unsere Packsäcke haben. Deshalb haben wir uns auch für ein drei Personen Zelt entschieden.
Als wir eine Woche mit dem Kanadier durch Schweden reisten, brauchten wir für schwedische Verhältnisse ein schnell aufzubauendes Zelt, dass auch bei Dauerreegen nicht schlapp macht. Das Wurfzelt von Quechua steht wirklich in 2 bis 5 Sekunden. Bei Dauerreegen ist es schnell aufgebaut und die Packsäcke sind mit Isomatte und Schlafsack schnell im trockenen. Das ist in Skandinavischen Ländern nie verkehrt, schnell ein trockenes Zelt stehen zu haben. Das Zelt begleitet uns nun schon seit 2011 und wir sind sehr zufrieden damit. Auch die Wahl für ein drei Personen Zelt war richtig. Die Packsäcke finden locker auf jeder Seite platz. Einzig die geringe Höhe stört manchmal, aber das lässt sich verkraften.

Das Zelt besteht aus zwei Lagen, einem Innenzelt mit Moskitoschutz und einem Außenzelt. Die zwei Teile sind zusammenhängend. Auch beim auswerfen des Zelts werden die Teile automatisch zusammenhängend aufgebaut.

Es ist ein Freistehendes Zelt und braucht nach dem Aufbau nicht abgespannt werden. Für Stürmische Tage liegen noch Heringe und Abspannleine mit bei.

Was uns auch gut gefällt ist die Apside oder auch Abstellkammer genannt. Diese befindet sich zwischen Eingang und Innenzelt und man kann bequem seine Schuhe und sonstiges Equipment darin abstellen. Auch verstauen wir unsere Stühle im zusammengeklappten Zustand zwischen innen und Außenzelt.

Am Zelt sind alle Näte verschweißt und das Zelt ist absolut wasserdicht. Bei Dauerregen über mehrere Stunden in Schweden kam kein einziger Tropfen ins innere. Und wenn es in Schweden einmal Regnet, dann richtig. Nicht zu vergleichen mit unserem Regen hier.

Die Belüftung könnte etwas besser ausfallen, ist aber ausreichend. Alle Belüftungsöffnungen sind mit Netzen ausgestattet und hällt die Mücken Plagegeister draußen. Bei ungünstiger Belüftung bildet sich Kondenswasser außen am Innenzelt. Das tröpfelt nicht in den Innenraum sondern perlt nach unten ab wo es nach draußen gelangt.

Wirklich wichtig ist die Anleitung! Auch diverse Videos über das zusammenlegen sollten vor Reiseantritt genau studiert werden. Ich reibe mir jedes mal die Hände wenn wir auf Plätzen ankommen wo solche Wurfzelte stehen. Es ist immer ein Genuss zu zu schauen, wie verzweifelt versucht wird, dass Zelt wieder in die dafür vorgesehene Packposition zu falten. Um dies zu umgehen, unbedingt Zuhause und geschützt vor Nachbarn, dass Zelt öfter auf und abbauen! Auch sollte man es nach zwei bis drei Wochen nochmals versuchen, denn meist klappt es dann nämlich nicht gleich auf anhieb. Üben ist also angesagt.

Fakten:

  • Maße Innenkabine: 180cm breit, 210cm lang, maximale Höhe: 104cm
  • Gewicht komplett: 4 Kg
  • Material: Außenzelt besteht aus Polyester mit PU-Beschichtung, Zeltboden ist aus Polyethylen (120 g/m²), alle Nähte sind mit thermogeklebtem Band versiegelt. Das Gestänge aus Fiberglas-Vollfaser. Die Heringe sind aus verzinktem Stahl.

Vorteile:

  • Schneller Aufbau, unter 5 Sekunden. Bei Regen hat man sein Gepäck schnell im trockenen. Auch der Abbau geht schnell von der Hand und ist mit etwas Übung in einer Minute erledigt.
  • Geringer Preis für viel Zelt. Unter 100€

Nachteile:

  • Großes Packmaß. Das Zelt lässt sich zwar flach zusammenlegen, aber es bleibt ein beachtlich großer Durchmesser (1 Meter) durch die Fiberglasstangen.
  • Mit knapp 4 Kg kein Leichtgewicht.

foto-28-06-16-16-42-09 foto-28-06-16-09-04-01 foto-10-06-16-15-11-18 foto-10-06-16-15-11-50 foto-10-06-16-15-12-04 foto-10-06-16-15-12-50 foto-10-06-16-15-13-23

2 Gedanken zu „Erfahrungsbericht Wurfzelt 2 Seconds EASY III von Quechua

  1. Frage – wie verpackt ihr das Zelt? Ich spiele auch mit dem Gedanken mir ein Wurfzelt von Quechua anzuschaffen … aber ich hab noch keinen wasserfesten Packsack gefunden in dem so ein Teil mit diesen Duchmesser reinpassen würde (selbst das kleinste Zelt von Quechua hat 65cm…. ) – sollte ich einmal Kentern wäre mein Zelt dann ja nass… und die angenehme Nachtruhe nicht mehr besonders angenehm….

  2. Hallo Markus.
    Wir haben das Zelt nur in dem dafür vorgesehenen und mitgelieferten Packsack. Dieser ist auch nicht wasserdicht. Muss es meiner Meinung nach auch nicht sein.
    Am wichtigsten sind die Schlafsäcke und Isomatten. Diese verpacken wir in wasserdichte Packsäcke. Das Zelt kommt einfach zusammengefaltet mit aufs Kanu und wird mit den anderen Sachen am Boot verzurrt.
    Sollten wir mal kentern, ist das Zelt zwar komplett nass, aber auch schnell wieder trocken. Es sind ja auch keine Materialien verwendet, die sich mit Wasser vollsaugen. Somit kann man es innen schnell wieder mit einem Tuch schnell wieder abtrocknen. Vorausgesetzt, das Tuch hat man vorher wasserdicht verpackt.
    Also wir finden, das ist kein Problem. Ich hoffe, ich könnte Dir bissl weiterhelfen.
    Liebe Grüße Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.