Touren vorbereiten

Touren vorbereiten macht tierisch Spaß und verkürzt die Wartezeit zur nächsten Tour. Meist kommt man durch Gespräche mit Freunden oder einfach nur durch Zufall im Internet auf neue Gedanken und neue Ziele.

Deutsches Flusswanderbuch DKV offenUm Flüsse hier in Deutschland mit dem Kanu zu befahren, schau ich vorher einfach im Deutschen Flusswanderbuch vom DKV nach. Hier kann ich die Eigenschaften von Flüssen nachlesen z.B., wie sind die Befahrungsregeln für den Fluss, gibt es viele Wehre, wird geschleust oder muss man viel umtragen, gibt es Wildwasser oder Sperrungen die zu beachten sind, unterschiedliche Jahreszeiten, unterschiedliche Befahrungsregeln, wo gibt es Campingmöglichkeiten usw… Auf den ersten Blick kann man schon viele Hinweise herauslesen, wie und wann eine Tour auf dem geplanten Fluss möglich ist.

Für Flüsse außerhalb von Deutschland gibt es auch zahlreiche Flusswanderbücher vom DKV. Einfach mal auf der Webseite umschauen.

Alle Befahrungsregeln im Buch sind begründet und dienen nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern auch dem Naturschutz. Ich kann hier nur appellieren, bitte beachtet diese Regeln und geht verantwortungsbewusst mir der Natur um. Respektiert die Natur, wir haben nur die eine!!!

Nachdem wir die Befahrungsregeln durch haben, schauen wir auf diversen Internetseiten nach weiteren nützlichen Infos. Gibt es vielleicht irgendwo in der Nähe Veranstaltungen, Weinfeste, Sommerfeste usw… Bei Google Maps gibt es auch schon mal richtig gute Eindrücke vom Fluss zu sehen. Im Flussführer stehen zudem auch die am Fluss liegenden Campingmöglichkeiten mit Telefonnummern und Webadressen, somit ist es ein leichtes, am Fluss Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Sollten mal kein Campingplatz in der Nähe sein, gibt es meistens auch noch die Möglichkeit bei Kanuclubs unter zu kommen. Wir finden es bei den Clubs immer recht schön und angenehm, da man auf Gleichgesinnte trifft und sich gut untereinander austauschen kann. Es geht meist viel entspannter zu als auf den meisten Campingplätzen. Die Clubs sind auch im Flussführer mit Telefonnummer zu finden. Einfach anrufen und fragen.

WestfrankenbahnAuch immer wichtig ist die Frage, wie holen wir unser Auto nach und welche Möglichkeiten gibt es in der Umgebung? Oft stellen wir das Auto am Startpunkt ab, fahren zwei, drei Tage und holen das Auto mit der Bahn nach. Wir versuchen dementsprechend unsere Tour danach zu planen, wo Bahnhöfe in der Nähe liegen. Das Reisen mit der Bahn klappt ganz gut und ist recht komfortabel. Steht alles am Campingplatz, können wir gemeinsam das Auto nachholen. Bei schönem Wetter verbinden wir es mit einem Ausflug, zum Beispiel einer Burg-Besichtigung oder ähnlichem. Auto nachholen geht auch immer wieder bei Regenwetter, dann meist ohne Besichtigungen.

Sind wir am Etappenziel angekommen wo wir keine Übernachtung geplant haben da es gleich wieder nach Hause geht, muss einer am Kanu warten während der andere mit der Bahn das Auto nachholt. Das kann mitunter bis zu zwei Stunden dauern. Wir achten auch darauf, dass das Auto nicht mehr als maximal drei Tagestouren entfernt ist. Sollte mal etwas sein, können wir es innerhalb von wenigen Stunden relativ schnell nachholen.

Keine Bahn in der Nähe? Kein Problem. Einfach ein Fahrrad mitnehmen und am Endpunkt an einem schönen Biergarten oder einer Kneipe abschließen und mit dem Auto zurück zum Startpunkt der Tour fahren. Kommt man nun mit dem Kanu am Endpunkt an, fährt man mit dem Drahtesel einfach wieder zurück zum Auto. Beim Abstellen vom Auto nicht vergessen, unbedingt den Fahrradständer IN das Auto zu packen! Wenn man Pech hat und den Fahrradständer außen am Auto dran lässt, kann er geklaut oder möglicherweise auch beschädigt werden und man hat ein Problem. Ist uns zwar noch nicht passiert, aber man bekommt schon so einiges mit.

Nun, nachdem wir wissen wie der Fluss ‚tickt‘, schauen wir, dass wir am ersten Tag nicht gleich 30 Kilometer paddeln, sondern tasten uns Tag für Tag langsam ran. Ein guter Start ist enorm wichtig für die weitere Tour. 10 bis 15 Kilometer für den ersten Tag reichen da völlig aus, um sich, meist nach einer längeren Zeit, wieder an das paddeln zu gewöhnen. Zudem hat man auch noch den ersten Tag damit zu tun, seine eigenen verstauten Camping Sachen zu suchen. Wo hab ich was verpackt, wo finde ich den Hammer, wo ist der Kaffee, wo sind die Töpfe usw…

Plant für eure Tour lieber etwas mehr Zeit ein, es soll ja nicht in Stress ausarten.

Ach und noch was, hinterfragt euch immer wieder, was mache ich wenn… ja wenn es zu einer Kenterung kommt? Da ist es enorm wichtig zu wissen, wo man sich ungefähr befindet, und hier kommt wieder das Flusswanderbuch ins Spiel. Nur mit den Infos aus dem Buch weiß ich recht genau, wo ich bin und wann der nächste Ort oder wann die nächst gelegene Ausstiegsstelle kommt. Eine gute Vorbereitung ist hier enorm wichtig. Ich sag dazu immer, es ist auch wichtig, den Fluss offline zu kennen, also nur anhand vom Buch und den Satellitenbildern.

Auch wird die Frage kommen, was muss alles trocken bleiben? Reicht es aus, wenn ich nur den Schlafsack und ein paar Klamotten vor Wasser schütze? Diese und weitere Antworten wird es hier im Blog geben.

Also dann, bis bald hier bei Natur erleben…
Einfach ganz einfach, einfach machen!

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